Außerdem führen wir, neben Schilddrüsendiagnostik- und Therapie noch folgende nuklearmedizinische Therapien durch:
Radiosynoviorthese (bei allen Extremitätengelenken möglich)
Hierbei wird ein Nuklid unter Durchleuchtung in ein erkranktes Gelenk eingespritzt. Es wird dann die krankhaft veränderte Gekenkinnenhaut (Synovialis) bestrahlt und zerstört ohne
daß das Knorpelgewebe geschädigt wird.
Die Bestrahlung bleibt nur auf die Synovialis beschränkt, da die verwendeten Radionuklide nur eine Reichweite von wenigen Millimetern haben.
Hierdurch kommt es zu einem Rückgang der Schwellung und Schmerzen sowie zu einer Verbesserung der Beweglichkeit im Gelenk in ca. 80% der Fälle.
Radiosynoviorthese: Methodik
Entzündungszellen, die die
chronische Entzündung der
Synovialis aufrechterhalten,
nehmen das Nuklid auf (b) und
werden zerstört (c).
Indikationen (Anwendungsgebiete):
- Rheumatoide Arthritis(seropositiv/-negativ)
- sich wiederholende Gelenkergüsse
- Arthrose mit Ergüssen (sog. Aktivierte Arthrose, Osteoarthritis)
- Villonoduläre Synovialitis
- Psoriasis Arthritis
- Hämarthropathie bei Hämophilie
- persistierende postoperative Synovialitis
- Mb. Bechterew (extravertebrale Lokalisationen)
| Nuklid | Halbwertszeit (h) | max. Reichweite (mm) | Gelenke |
| Yttrium-90-Zitrat-Kolloid | 64 | 11 | Knie |
| Rhenium-186-Sulfid-Kolloid | 89 | 3.6 | Hüfte, Schulter Hand, Ellenbogen, OSG, USG |
| Erbium-169- Zitrat-Kolloid | 226 | 1 | Finger, Zehen |
Schmerztherapie bei Skelettmetastasen
(bösartige Tochtertumore der Knochen)Hierbei wird ein Nuklid (ein ß-Strahler) in eine Armvene injiziert.
Hierzu verwenden wir Rhenium-186-HEDP, Samarium-153-EDTMP bzw. Strontium-89-Chlorid. Diese Substanzen reichern sich in den Knochenmetastasen an und führen in etwa
70% der Fälle zu einer Schmerzlinderung bzw. -beseitigung, so daß die bisher eingenommenen Schmerzmittel nach kurzer Zeit reduziert bzw. in einigen Fällen ganz abgesetzt werden
können.
Außerdem wird ein antitumoröser Effekt vermutet.
Die Behandlung kann nach frühestens 4 - 6 Wochen bei Rhenium bzw. Samarium und frühestens nach 3 Monaten bei Strontium wiederholt werden.
Schmerztherapie mit 186-Re-HEDP bei einem Patienten mit Prostatakarzinom
links: Skelettmetastasen im "normalen" Skelettszintigramm (99m-Tc-HDP)
rechts: Verteilung des ß-Strahlers in den Metastasen (wie im Skelettszintigramm) (186-Re-HEDP)
Kernspintomographie
offene Kernspintomographie
Computertomographie
Mammographie, Röntgen
Angiographie
Digitale Subtraktions Angiogr.
Interventionelle Radiologie
Farbdoppler Sonographie
Nuklearmedizin
Therapie

